Die Bezeichnung »Classic« ist eine der jüngsten Bezeichnungen, die man auf einem Etikett findet. Sie stammt aus dem Marketingbereich der deutschen Weinwirtschaft. Ziel ist es, dem Kunden einen leicht einprägsamen Qualitätsbegriff und übersichtliche Etiketten zu präsentieren. Der Begriff »Classic« signalisiert, dass der Wein aus einer klassischen gebietstypischen Rebsorte hergestellt ist, dass er einem gehobenen Qualitätsanspruch genügt und dass er gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt.
Verschlüsse: Ein viel diskutiertes Thema. Naturkorken, die man zum Verschließen von Weinflaschen verwendet, stammen von der Rinde der Korkeiche. Prinzipiell ist Kork - sowohl von technischen als auch von ästhetischen Gesichtspunkten her - ein geeigneter Verschluss für Weinflaschen. Er ist leicht, sauber, temperatur-unempfindlich, wird selten von Fäulnis befallen, ist wenig luftdurchlässig, sehr elastisch und hat eine lange Lebensdauer (ca. 20 Jahre). In den letzten Jahren kamen leider Korken mit zunehmend schlechter Qualität auf den Markt. Entweder sind sie zu großporig und damit undicht oder durch fehlerhafte Korken aus unsauberer Produktion bzw. Rohstoffen entstehen »Korkschmecker«. Als »Korkschmecker« bezeichnet man Verfälschungen des ursprünglichen Weingeschmacks während der Lagerung in der Flasche durch den Kork. Aus technischer Sicht ist daher ein Schraubverschluss der ideale Verschluss für Wein. Er ist absolut geruchs- und geschmacksneutral und 100% dicht. Nicht nur für die Gastronomie, sondern auch für den täglichen Gebrauch im Haushalt bietet der Schraubverschluss wesentliche Vorteile: Die Flasche lässt sich leicht öffnen und ist wieder verschließbar und das Problem der »Korkschmecker« ist eliminiert. Wir haben uns aus diesem grunde entschieden die 1,0 l-Flaschen durchgehend mit Schraubverschluss und die 0,75 l-Flaschen einheitlich mit hochwertigen Naturkorken zu verschließen.
Der Alkohol ist ein wesentlicher Bestandteil des Weines und entsteht bei der alkoholischen Gärung. Während dieser wird der natürliche Zucker des Traubenmostes mit Hilfe von Hefezellen zu Alkohol vergoren. Der natürliche Zuckergehalt des Mostes wird in Grad Oechsle gemessen. Er gibt das sogenannte »Mostgewicht« an. Je mehr Zucker im Most vorhanden ist, d. h. je höher die Öchslegrade sind, desto mehr Alkohol kann entstehen. Rein theoretisch ist die Gärung beendet, wenn der gesamte Zucker aufgebraucht wird. Jedoch sterben die Hefezellen bei einem Alkoholgehalt von ca. 14 - 15 Prozent ab, so dass bei sehr süßen Mosten (z. B. Beerenauslese) immer Restsüße vorhanden bleibt. Wein enthält zwischen ca. 8 und 14 Volumen-% Alkohol. Dieser hat selbst keinen Geschmack, ist jedoch ein Geschmacksträger. Hat der Wein nur wenig Alkohol (ca. 8 bis 10,5 % vol.) wirkt er leicht, bei gar zu wenig Alkohol kann er auch wässrig wirken. Mit zunehmendem Alkoholgehalt wirken die Weine voller. Ein Wein mit viel Alkohol wirkt schwer, mit zu viel Alkohol kann der Wein spritig wirken. In Deutschland muss der Alkoholgehalt des Weines, gemessen in % vol., auf dem Etikett angegeben sein.
Die im Wein enthaltene Süße wird allgemein als »Restzucker« bezeichnet. Dieser wird in Gramm pro Liter gemessen, ist jedoch in dieser Angabe nur selten auf einem Weinetikett zu finden. Allerdings findet man den Restzucker indirekt in der Weinbezeichnung wieder, denn der Restzuckergehalt bestimmt, ob ein Wein als »Trocken« oder »Halbtrocken« bezeichnet werden kann. Wie viel Süße im Wein als angenehm empfunden wird, ist in hohem Maße Geschmackssache. Dennoch gibt es eine feine und eine plumpe Süße, eine edle, harmonische und eine dicke, aufdringliche. Wie die Süße im Wein wirkt, hängt dabei ganz wesentlich vom Säuregehalt ab.
Der Weinstein besteht aus kleinen, meist durchsichtigen Ausscheidungen in kristalliner Form. Die Bildung von Weinstein ist ein natürlicher Vorgang, bei dem Weinsäure in Form von kleinen Kristallen ausfällt. Weinstein wirkt sich nicht auf die Qualität des Weines aus und sein Auftreten ist häufig ein Spezifika des Jahrgangs. Beim Auftreten von Weinstein empfehlen wir den Wein langsam einzuschenken, so dass die Kristalle am Flaschenboden zurück bleiben.
Tannin charakterisiert hauptsächlich die Rotweine, es verleiht ihm seine kräftigen, herben Noten. Nur im ersten Moment empfindet der Gaumen das Tannin herb, trocken und zusammenziehend. Tannin stammt aus den Traubenstielen, Beerenschalen und Kernen, sowie aus dem Holz der (Barrique-) Fässer. Tannin wird nicht gemessen, sondern lediglich sensorisch beschrieben.
Die Säure prägt entscheidend den Charakter des Weines, sie gibt ihm Leben, Struktur und vollendet den Geschmack. Pfälzer Weine zeichnen sich durch eine fruchtige und spritzige Säure aus. Die Säure hängt auch mit der Rebsorte zusammen, so hat beispielsweise ein Riesling mehr Säure als ein Burgunderwein. Das Zusammenspiel zwischen Säure und Zucker ist wesentlich für das Geschmacksbild eines ausgewogenen Weines. Ein Wein mit etwas höherer Säure schmeckt bei einem etwas höheren Zuckergehalt ähnlich trocken wie ein Wein, bei dem Säure und Zuckerwerte etwas niedriger liegen. Unsere Aufgabe ist es, für jeden Jahrgang individuell die richtige Balance zu finden. Die Säure wird ebenfalls in Gramm pro Liter gemessen. Diese Angabe erscheint nicht auf dem Etikett, sie finden diese Angabe jedoch in unseren detaillierten Weinbeschreibungen.
Classic Weine
Verschlüsse
Alkohol
Restzucker
Weinstein
Tannin
Säure