Neben den Fähigkeiten und Leidenschaft der Winzer sind Boden, Klima und Rebsorte drei wesentliche Elemente, die dem Wein ihren individuellen Charakter geben.

Reben können selbstverständlich an vielen Plätzen der Erde gepflanzt werden, aber der Wein, der aus ihren Trauben entsteht, wird sich in Qualität, Charakter, Aroma, Bukett, Stil und Finesse stark unterscheiden, je nachdem, wo die Trauben gewachsen sind. Hierin liegt auch die Philosophie unserer Weinbezeichnung: Fast alle Weine tragen ihre Lagenbeizeichnung. Tun sie dies einmal nicht, so liegt dies an rechtlichen Vorschriften: Classic-Weine beispielsweise dürfen keine Lagenbezeichnung tragen. Ebenso trägt der Spätburgunder Weißherbst blanc de noir Trocken keine Lagenbezeichnung, da hier das spezielle Ausbauverfahren (›blanc de noir‹) den Wein deutlicher prägt als seine geographische Herkunft.

Dürkheimer Feuerberg

Schutzhütte Feuerberg

Seit jeher ist die Großlage Dürkheimer Feuerberg ein bevorzugtes Terrain für Rotweine wie Portugieser, Spätburgunder, Dornfelder sowie bukettreiche Gewürztraminer-Weine. Auf diesen sich schnell erwärmenden Böden gedeihen auch der Großteil unserer Rotweintrauben – für einige Kunden ist sogar der Begriff »Rotwein« und »Dürkheimer Feuerberg« synonym. Durch die hohe Qualität der Weine hat dieser Lage zurecht weltweite Berühmtheit erlangt.

Dürkheimer Nonnengarten

Nonnengarten

Seit der Flurbereinigung im Jahre 2004, welche sich über den Bereich des Dürkheimer Nonnengartens erstreckte, wachsen hier unsere »Neulinge«: Regent, Chardonnay und Muskateller. Der Nonnengarten, ein Unterbereich (Einzellage) des Dürkheimer Feuerberg, mit seinen warmen Böden ist aber auch Standort der Müller-Thurgau-Anlage, welche alljährlich den trocken ausgebauten, leichten Rivaner hervorbringt.

Dürkheimer Schenkenböhl

Schenkenböhl

Der Dürkheimer Schenkenböhl ist am südlichen Rand von Bad Dürkheim in Richtung Wachenheim gelegen. Hier wachsen unsere Weißburgunder Spezialitäten, die diese tiefgründigen Böden mit wasserhaltender Kraft bevorzugen. Hier ergibt sich ein besonders hoher Anspruch an den Standort, da die eigentliche Qualität eines Weißburgunders erst bei Mostgewichten jenseits der 85 Grad Öchsle beginnt. Mit dem Dürkheimer Schenkenböhl haben sich zwei Partner sprichwörtlich »verwurzelt«.

Ungsteiner Honigsäckel

Kallstadter Kobnert

Kallstadter Kobnert Honigsäckel

Das Ungsteiner Honigsäckel ist eine weitläufige und sonnenverwöhnte Lage, die bevorzugt unsere lieblichen Rieslinge bis hin zu den Auslesen hervorbringen; Hier findet das Sprichwort ›Nomen est Omen‹ einmal mehr treffende Anwendung.

Die Weinberge im Kallstadter Kobnert – übrigens ebenfalls eine Weinlage, die weltweite Berühmtheit erreicht hat – liefert durch Ihre spezielle Lage zur Sonne bereits seit Generationen in unserem Weingut ausgereifte, zart-süffige Weine von besonders mildem Charakter.

Wachenheimer Königswingert

Dürkheimer Fuchsmantel

Königswingert Fuchsmantel

Der Wachenheimer Königswingert, Im Jahr 1985 angelegt, ist der sprichwörtliche, »Königs-« Wingert für unseren Halbtrockenen Riesling – der als Schoppenwein und auf zahlreichen Weinfesten Berühmtheit erlangt hat.

Am Fuße des Flaggenturms (liebevoll auch »Kaffemühlchen« genannt) wächst hier unsere Scheurebe, die uns gerne mit hohen Mostgewichten verwöhnt. Ein Resultat der sonnigen Sandstein-Terrassen und des kräftigen Bodens.

Dürkheimer Rittergarten

Rittergarten

Am Fuße des Spielbergs gelegen, wachsen hier auf den schweren, lehmhaltigen Böden unsere Top-Rieslinge wie Riesling Nr. 13 und unsere Trockene Riesling Spätlese. Stets warm, in guter Lage zur Sonne und immer mit ausreichend Wasser versorgt gedeihen hier aromatische, gehaltvolle Rieslinge, die jedes Jahr durch die hier sehr spät mögliche Ernte die vielleicht entscheidenden Sonnenstunden mehr erhalten. Unsere Weinberge im Rittergarten werden jedes Jahr mit viel manuellem Aufwand auf einem bewusst niedrigen Ertrag gehalten, um so das Potenzial dieses Bodens voll auszuschöpfen.

Dürkheimer Fronhof

Fronhof

In der langen Geschichte unseres Weingutes ist der Fronhof seit jeher ein fester Bestandteil unseres Weinberg-Portfolios. Eigentlich ist »Fronhof« mehr als nur eine Lagenbezeichnung, unseren Stammkunden ist »der Fronhof« ein Synonym für einen trocken, kräftigen Riesling. Einen »Fronhof« trinkt man ein jedes Jahr bei uns auf dem Wurstmarkt, mit Mineralwasser zur erfrischenden Schorle gemischt nach einer anstrengenden Wanderung oder nach dem Sport. Wir denken, es sind mehr als nur die Rosen vor den Zeilen, die dieser Lage ihren Charakter geben, aber vielleicht tragen auch diese dazu bei …

Mit dem Weingesetz von 1909 wird erstmals eine Vorschrift für Herkunftsbezeichnungen eingeführt und eine genaue Bezeichnung der Weine nach Jahrgang, Gemeinde, Lage, Rebsorte und Produzent bewirkt. Im Laufe der Jahrhunderte sind mehr als 25.000 individuelle Weinbergsnamen entstanden. Diese nicht mehr überschaubare Anzahl wird durch das neue deutsche Weingesetz von 1971 auf 2643 Lagennamen reduziert. Nur diese genau abgegrenzten, in die Weinbergsrolle eingetragenen Flurstücke sind als Einzel- und Großlagen für die Bezeichnung von Qualitäts- und Prädikatsweine erlaubt. Als Herkunftsangabe muss jeder deutsche Qualitätswein den Namen seines bestimmten Anbaugebietes auf dem Etikett ausweisen. Außerdem kann der Bereich, die Großlage, die Einzellage oder die Gemeinde angegeben werden.